Sprache und Identität

Damit Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden, fördern diese Projekte intensiv das Erlernen der deutschen Sprache. Das Zitat eines eLearning-Schülers bringt die Motivation der Teilnehmer auf den Punkt: «Wer nicht die lokale Sprache spricht, ist abhängig von anderen, man fühlt sich unselbständig und dumm. Ohne soziale Kontakte zur Bevölkerung wird man einsam und depressiv. Das betrifft alle Zugezogenen und es hilft nichts, dass man in seinem Heimatland erfolgreich war und einen angesehenen Beruf ausgeübt hat.» Die Sprache ist der Schlüssel für eine gute Zukunft.

Ausflug der Fleissigen

Zwischen lila Rhododendronbüschen
und verschiedenen Farnarten schlängelt sich die Gruppe der fleissigsten Computerschüler des „Rosetta Stone“- Deutschlern-programms von FRW Interkultureller Dialog durch den sonnendurchfluteten Park des Seleger Moors in Rifferswil.
Schon nach den ersten paar Minuten im bunten Blütenmeer ist zu hören: „Wie im Paradies!“ Und ein Brüderpaar stellt fest: „In Eritrea gibt es nur Gärten für Gemüse und Felder, aber nicht solche Parks nur für Blumen“. Während der jüngste Teilnehmer mit seinen 16 Jahren ausgelassen mit Lernbetreuern rangelt, übt sich ein
weiterer Lernender höchst erfolgreich im Baumarten zuordnen. Gezielt und sicher legt er Eichel zum Eichenblatt, Kiefernzapfen zu Kiefernnadeln und Birkenblatt zur weissen Rinde. Die Ruhebänke am Wegesrand laden zum Verweilen ein. Wer wegen des Ramadans nicht gerade fastet, tut sich an Zitronenkuchen und Tee gütlich und geniesst den Ausblick auf die Seerosenteiche mit den quakenden Fröschen.
In der Schlussrunde im Kreis äussert ein Teilnehmer: „Mir haben die vielen Vögel heute am besten gefallen, die Gesänge, die man erraten konnte und ihr schönes Gefieder.“
Alle sind sich einig: Das miteinander Unterwegssein in der Gruppe in dieser schönen Umgebung hat allen gut getan. 
Annette Plath

 

Motivierender Ausflug

Der Verein „FRW Interkultureller Dialog“ belohnt auf diese Weise seine eifrigsten Lernenden von Zeit zu Zeit mit einem motivierenden Ausflug, um die positive Lernhaltung in den Trainings zu fördern und zu erhalten. Ein besonderes Dankeschön gilt den freiwilligen Fahrern Rainer Dietrich und Martin Plath.