Im Interview mit Andrin Studerus spricht Eva Wimmer über ihre Tätigkeiten als Projektleiterin von diversen Integrationsprojekten.
Mit kleinen Projekten hat sie begonnen, inzwischen sind es ein paar Dutzend im Monat und erreichen viele Asylsuchende, Migranten und SchweizerInnen. Vom kleinen Anfang bis heute wird im Interview alles thematisiert.

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Liebe FRW-Schülerinnen

Liebe FRW-Schüler

 

Ich möchte euch erinnern, dass ihr diese Chance nutzen sollt, um die Sprache zu lernen. Es ist der einzige Weg zur erfolgreichen und beruflichen Integration.

Wir müssen nicht auf den Kanton warten. Erfolg müssen wir selber machen. Durch die Sprache kann man fast alles erreichen. Wenn man zu einem fremden Land geht, muss man sich erst mit der Sprache beschäftigen, damit die erforderliche Integration anfangen kann.

Ich habe die Sprache bei FRW gelernt und das Goethe-Zertifikat B1 mit guter Note bestanden. Mit dem B1 habe ich sofort eine EBA-Lehre angefangen. Jetzt bin ich überglücklich, da ich erfolgreich den Lehrabschluss 2020 absolviert habe.

Ich habe zwei Kinder, und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich etwas überlastet bin. Es war sehr anstrengend mit der Lehre, aber trotzdem habe ich in der Berufsfachschule immer die Note über 5 gehabt.

Ich möchte mich bei Frau Eva Wimmer und allen Freiwilligen, die sich in FRW engagieren, noch ganz herzlich für die Motivation und Hilfe bedanken. Für mich ist es nicht nur ein Verhältnis zwischen Schüler und Lehrpersonen, sondern sie haben mir viele Dinge, die ich im ganzen Leben gebrauchen kann, beigebracht. Sie haben mich motiviert. Sie haben ein Licht auf meinem dunklen Weg angeschaltet. Das ist etwas Unbezahlbares. Ich sage von meinem Herzen DANKESCHÖN FRW und seinem Team.

 

Herzliche Grüsse an alle

Adam

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Wir verurteilen jeglichen Terror!

 

Wir sind eine Gruppe anerkannter Flüchtlinge, die im Kanton Zug wohnen.
Wir haben vor einiger Zeit unsere Heimat verlassen, weil die Menschenrechte dort mit Füssen getreten werden. Weil wir diese Politik nicht akzeptierten, gab es nur die «Wahl», wie Hunderttausende andere im Gefängnis zu enden oder zu flüchten. Wir sind hier angekommen und fühlen uns inzwischen als Teil der hiesigen Gesellschaft, wollen daran teilhaben, aber auch unseren Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben leisten. Unsere Kinder sollen hier eine Zukunft haben.

 

Doch nun hat der Terror wieder zugeschlagen! Wir sind als Muslime über die schrecklichen Attacken in Paris, Nizza und Wien zutiefst erschüttert und fassungslos. Diese abscheulichen Anschläge verurteilen wir aufs Schärfste. Wir sind der Meinung, dass kein Terrorakt durch eine Religion gerechtfertigt werden kann. Den Angehörigen der Opfer sprechen wir unser tiefes Mitgefühl und Beileid aus.

 

Wir sind Muslime, aber wir sind nicht verantwortlich dafür, was Terroristen im Namen der Religion verbrechen. Wir verurteilen jeglichen Terror!

 

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sagte nach dem Anschlag in Wien, dies sei nicht die Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen, sondern: «Es ist ein Kampf zwischen den vielen Menschen, die an den Frieden glauben, und jenen wenigen, die sich den Krieg wünschen.»

 

Der Friede sei mit uns allen!

M. und A.,

Teilnehmer des FRW Interkultureller Dialog