​​Wallisfahrt der B1-Prüflinge

2017/2018
Erfolgreich Deutsch lernen
 

das B1 Goethe-Zertifikat als Tageskarte für eine Wallisfahrt und einen unvergesslichen Besuch auf dem Bergbauernhof der Familie Stucky

Schon bei der Hinfahrt am 31. Mai von Cham nach Stalden bei Visp im Wallis ergaben sich anregende Gespräche im Auto und im Zug: Wer hat schon eine Lehrstelle, wer arbeitet wo, wie ist der Familiennachzug gelaufen, was macht man auf einer Ziegenfarm?      weiterlesen...

Liebe Freunde und Gönner des FRW

Im nun zu Ende gehenden Jahr widmeten wir unsere besondere Aufmerksamkeit dem Lehren, Lernen und Anwenden der deutschen Sprache.
Sie ist der Schlüssel für soziale Kontakte, gegenseitiges Verständnis und ein gelingendes Zusammenleben.

Die Babys bei «Mini Decki», die Kleinkinder in den Spielgruppen «Purzelbaum», die Vier- bis Sechsjährigen bei den «ClownNasen» sowie die Jugendlichen und Erwachsenen in unseren zahlreichen Projekten erlebten die deutsche Sprache als die gemeinsame Heimatsprache.
Es ist die Herzenswärme, die unsere gemeinsamen Stunden in den Begegnungsräumen im Kanton Zug mit dem Gefühl von Heimat erfüllt.

So gilt unser Dank allen, die mit uns im Dialog unterwegs waren und unsere Arbeit mit ihrem Wohlwollen, guter Zusammenarbeit und einer Sach- oder Geldspende unterstützt haben.
Es ist unser Ziel, mit Ihrer Hilfe auch im Jahr 2019 das Licht, den Frieden und die Freude von Weihnachten im Alltag weiterzugeben.

Wir wünschen Ihnen frohe erholsame Festtage und ein gesundes neues Jahr.

Ein herzliches Dankeschön! FRW Interkultureller Dialog, der Vorstand

Im Interview mit Andrin Studerus spricht Eva Wimmer über ihre Tätigkeiten als Projektleiterin von diversen Integrationsprojekten.
Mit kleinen Projekten hat sie begonnen, inzwischen sind es ein paar Dutzend im Monat und erreichen viele Asylsuchende, Migranten und SchweizerInnen. Vom kleinen Anfang bis heute wird im Interview alles thematisiert.

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Baarer Adventskalender 2018

Lieder und Texte –
Licht in dunklen Zeiten

 

Die Gitarrengruppe von Annette Plath und die Schreibwerkstatt (Lesen und Schreiben B1) von Mirjam Weiss sind der Einladung des Baarer KulturAdventsKalenders gefolgt und haben ein kleines Programm unter dem Titel «Licht in dunklen Zeiten» zusammengestellt. Die Gitarrengruppe hat drei Lieder eingeübt (Yag dil mega, Der Mond ist aufgegangen, Bald ist es schon dunkel) und einen Rundtanz für den Schlusspunkt vorbereitet. In der Schreibwerkstatt sind drei Texte zum Thema Licht entstanden, und Saime steuerte eigens noch ein sehr berührendes Gedicht bei. Das ergab eine halbe Stunde besinnliche Unterhaltung, zu der sich am 5. Dezember 2018 gut 25 Personen im Dachstock des Schwesternhauses in Baar einfanden.

Aufmerksam folgte das Publikum den Darbietungen und belohnte die Musizierenden und Vorlesenden mit einem warmen Applaus.

Gedicht von Saime

Ei, mein lieber Freund,

weisst du nicht,

dass die Krusten keine blutenden

Wunden sind.

Du erkennst mich in den Augen

von weisen Kindern,

deren Herz auf der Flucht ist

und deren Blicke

einsam sind.

Weisst du,

es gilt, wenn in dir

der Vulkan ausbricht,

still zu sein.

 

Ich komme von weit her,

meine Vergangenheit ist so nah,

dass ich danach greifen kann.

Gib mir deine Hand,

mein lieber Freund.

Frag mich nicht nach Sehnsucht,

die Sehnsucht in mir übersteigt

die Berge.

Die Hände, die uns entgegengestreckt werden,

denken,

dass es für uns eine Feier sei.

Mein lieber Freund,

Emigranten kennen keine Feier.


 

  Eine offene Tür
von Shpresa

Die Tür stand offen. Im Haus war es dunkel und ruhig, draussen schien die Sonne. Da kam ein Mann vom Nachbardorf am Haus vorbei. Er hatte die Türe schon oft bemerkt und sich darüber gewundert. Er hatte viele Fragen in seinem Kopf: «Warum ist die Tür geöffnet? Wohnt niemand mehr im Haus? Es ist sehr seltsam.»

 

Diesmal wollte er nicht daran vorbeigehen. Er war neugierig und ging ins Haus hinein. Er schaute sich das ganze Haus an und fand im oberen Stock eine alte Frau. Sie war ganz allein, und er sprach sie an.

Sie hatte keine Angst vor ihm, umgekehrt, sie war glücklich und sagte: «Ich danke Gott. Was für ein Geschenk hat er mir heute gemacht!»

Der Mann war überrascht. «Warum meinen Sie?»

«Weil die Tür immer offen ist, aber es kommt niemand. Heute bin ich überglücklich, weil Sie bei mir sind.»

Der Mann und die alte Frau sprachen noch lange miteinander. Und von da an hat der Mann die Frau immer wieder besucht.
 

Eine Kerze
von Anna Tursunoy

In unseren Ländern ist eine Kerze wie Strom. Wenn der Strom ausfällt, zünden wir eine Kerze an.

 

Einmal hatten wir keinen Strom und das ganze Haus war dunkel, weil wir keine Kerzen mehr hatten. Meine Kinder hatten Angst und weinten. Da sagte ich ihnen: «Ihr müsst keine Angst haben. Ich gehe zu meiner Schwägerin und hole eine Kerze.» Gott sei Dank, sie hatte Kerzen und hat mir eine gegeben. Da waren meine Kinder glücklich und ich erzählte ihnen eine schöne Geschichte.

 

Es war einmal eine Frau, sie hiess Viktoria. Sie hatte zwei Söhne, Anton und Sebastian. Ihr Mann war schon gestorben. Die ersten Jahre nach seinem Tod waren sehr traurig. Aber die Mutter versuchte immer, ihren Kindern schöne Momente zu schenken. Sie sagte: «Auch wenn er gestorben ist, euer Vater lebt immer mit uns. Wir müssen stark sein. Wenn wir gut und glücklich sind, wird auch euer Vater glücklich sein.» Viktoria wollte, dass ihre Kinder nicht traurige, sondern immer positive Gedanken in sich trugen.

 

Die Familie braucht eine Kerze. Der Vater war wie der Strom gewesen. Als er starb, fiel für die Familie der Strom aus. Die Mutter wurde zur Kerze für ihre Kinder. Und die Kinder wurden für sie ein ganz helles Licht.

​​​​​​Das Wasser glitzert
von Mizan

Es ist Nacht, das Wasser glitzert im Vollmondlicht.

Kein Schiff und kein Fisch bewegt es.

Es ist ruhig und romantisch.

Wie schön wäre es, jetzt spazieren zu gehen.

 

Ich denke, in diesem Wasser ist kein Fisch.

Vielleicht aber wachen am Morgen in diesem Wasser sehr viele Fische auf,

und Vögel schwimmen darauf.

 

Am Tag wird wieder die Sonne scheinen

und das Wasser wird warm.

Dann werden die Menschen schwimmen gehen

und mit dem Schiff über den See fahren.

Vom Punkten für eine gerechtere Welt

Die Sporthalle tobt. Es läuft gerade das Endspiel beim Volleyday 2017 des united world projekt in Zürich Oerlikon. Und dann die Sensation: Die Zuger Flüchtlingsmannschaft geht als verdienter Sieger aus den Spielen hervor.

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