FRW-Mitglieder­versammlung 2026

2026_03_MV Abstimmung

Christian Weiss

31. März 2026

Ein starkes Zeichen für Friede, Respekt und Würde

Am Donnerstag, den 26. März 2026, kam die FRW-Familie im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung zusammen; rund 100 Mitglieder und Gäste füllten den Saal. Es war ein Abend voller Rückblicke auf ein erfolgreiches Vereinsjahr 2025, beeindruckender Zahlen und einem klaren Blick in die Zukunft: Mit der «Strategie 2025+» festigt der Verein seine Rolle als zentraler Akteur der Integration im Kanton Zug. Ein emotionaler Glanzpunkt war die Ernennung von Eva Wimmer zum ersten Ehrenmitglied des FRW.

 

Ein Jahr der Rekorde und des Engagements
Präsident Joachim Eder blickte in seinen Ausführungen auf ein Jahr zurück, das die enorme Vielfalt und Schlagkraft des FRW verdeutlicht. Die Bilanz der Vereinstätigkeiten, die auch im Jahresbericht präsentiert werden, spricht eine deutliche Sprache:

  • Mehr als 21’070 Stunden Freiwilligenarbeit wurden von rund 160 engagierten Helferinnen und Helfern geleistet.
  • 6’000 Lernstunden investierten Geflüchtete in den Spracherwerb (unterstützt durch die Lizenzen des Rotary-Clubs Zug-Zugersee).
  • 1’200 Einsatzstunden in der Kinderbetreuung ermöglichten es Eltern, konsequent an Deutschkursen teilzunehmen.
  • 75 Begegnungsessen boten Raum für Austausch und das Überwinden von Berührungsängsten.

 

«Integration ist keine Einzelleistung»
Joachim Eder betonte in seiner Rede, dass Integration nur als Gemeinschaftswerk funktioniert. Es gehe nicht um abstrakte Programme, sondern um echte menschliche Verbindungen: «Hinter uns liegt ein Jahr voller Begegnungen, die gezeigt haben, wie wichtig unsere Werte im Alltag sind. Der Rückblick auf das Jahr 2025 steht stellvertretend für die vielen kleinen Momente, in denen wir gemeinsam Brücken gebaut haben. Integration ist keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis eines starken Netzwerks.» Insbesondere dankte er in diesem Zuge den staatlichen und kirchlichen Behörden sowie den Förderpartnern für die finanzielle Unterstützung und das «spürbare Wohlwollen», welche diese professionelle Arbeit des Vereins erst ermöglichen.

 

Strategie 2025+: Den Blick nach vorne gerichtet
Die Versammlung stand auch im Zeichen der Weiterentwicklung. Mit der Strategie 2025+ will der FRW nicht nur Bestehendes bewahren, sondern noch wirksamer werden. Integration wird dabei als System verstanden, in dem der Verein als Brückenbauer fungiert, um geflüchtete Menschen nachhaltig in die Zuger Gesellschaft zu begleiten.

 

Ernennung von Eva Wimmer zum Ehrenmitglied
Eine besondere Auszeichnung wurde der FRW-Gründerin Eva Wimmer zuteil. Auch wenn sie an diesem Abend nicht persönlich anwesend sein konnte, würdigte die Versammlung ihr visionäres Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz seit der Geburtsstunde des Vereins mit der Ernennung zum ersten Ehrenmitglied des FRW. In einer schriftlichen Botschaft bedankte sich Eva für die Ehrung und freute sich über die Entwicklung des Vereins: «Ich bin sehr glücklich, dass meine gepflanzte Initiative diese Früchte hervorbringt. Dank der grossartigen Arbeit des Vorstands, des Beirats und vor allem des internen Teams und der vielen Freiwilligen konnte sich der FRW nun tief verwurzeln und zu einer festen Säule der Integration im Kanton Zug werden. Dies fühlt sich wie ein grosses Geschenk für mich an und erfüllt mich mit Freude.»

 

Ein Abschluss mit Werten und einer herzlichen Geste
In seinem emotionalen Schlusswort erinnerte Joachim Eder an die Kernwerte, die den Verein seit seiner Gründung tragen: «Ich wünsche Ihnen allen im laufenden Jahr: Friede im Herzen, Respekt für unser Gegenüber und die unantastbare Würde in jedem Moment.»

Passend zum bevorstehenden Osterfest wartete am Ende noch eine besondere Überraschung auf den Vorstand und den Beirat: Die Kinder aus der FRW-Kinderbetreuung hatten mit viel Liebe bunte «Osterkörbli» gebastelt und gefüllt. Dieses Geschenk aus den Händen der Kleinsten war ein greifbares Zeichen für das gelungene Miteinander, das den FRW ausmacht und auch beim abschliessenden kulturübergreifenden Apéro und den Gesprächen spürbar war: Miteinander-Reden statt Übereinander-Sprechen.

Wir danken allen Mitgliedern und Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf ein weiteres Jahr gelebter Integration!