Positive Bilanz und neue Strategie

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Christian Weiss

04. April 2025

Strategie 2025+: «Für ein modernes und lebendiges Zug»

An der Mitgliederversammlung des Vereins FRW Interkultureller Dialog vom Donnerstag, den 3. April 2025, zog der Vorstand eine positive Bilanz. Im Pfarreizentrum St. Johannes in Zug stellte Präsident Joachim Eder eine erfreuliche Entwicklung für das vergangene Jahr vor: Dank der mehr als 150 Freiwilligen, die rund 20’000 Stunden Freiwilligenarbeit leisteten und einer breiten finanziellen, materiellen und ideellen Förderung und Unterstützung im Kanton Zug wurden im Berichtsjahr 2024 unter anderem mehr als 800 Deutschkurse gehalten, rund 70 Mittagstische und Begegnungsessen für insgesamt 3300 Personen realisiert und rund 6500 Stunden Deutsch mit den vom Rotary-Club Zug-Zugersee zur Verfügung gestellten Online-Lizenzen gelernt.

 

Besonders erfreulich: Die Zugerinnen und Zuger haben den Verein gemeinsam mit der KISS Nachbarschaftshilfe Cham im September zum Gewinner des Anerkennungspreises «Prix Zug engagiert 2024» gewählt. Die Auszeichnung wird seit 2011 jährlich vom Kanton Zug und Benevol Zug für besondere Leistungen in der Freiwilligenarbeit verliehen. «Die Auszeichnung zeigt die breite Unterstützung, die der FRW Zug im Kanton geniesst», sagt Vereinspräsident Joachim Eder. «Vor allem ist der Preis für uns ein Ansporn, in unseren Anstrengungen für ein gelingendes Miteinander nicht nachzulassen. Er ehrt die freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie alle Unterstützer und Sponsoren. Sie sind unser Rückgrat. Nur Dank ihnen ist die wichtige Arbeit möglich.»

 

Vorstand stärkt Profil des FRW mit Strategie 2025+

Der Vorstand und Regula Grünenfelder, die Geschäftsleiterin des FRW, blickten auch auf aktuelle Herausforderungen der Integrationsarbeit. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der juristischen Beratungen für Geflüchtete kontinuierlich auf zuletzt rund 300. Grünenfelder: «Die Integration von geflüchteten Menschen ist wichtig für sie, und die ganze Gesellschaft. Sie werden zunehmend skeptisch wahrgenommen. Dabei bringen gut integrierte Menschen Kompetenzen, von denen Gemeinwohl und Wirtschaft profitieren. Mit unserer Arbeit leisten wir einen aktiven Beitrag und fördern den Frieden in der Gesellschaft, den gegenseitigen Respekt und das Achten der Würde jeder Person.»

 

Vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen stärkt der Vorstand das Profil des FRW Interkultureller Dialog. Anfang des Jahres verabschiedeten Vorstand und Beirat ein neues Strategiepapier, das die Zielsetzung und Ausrichtung für die kommenden Jahre konkretisiert sowie Handlungsschwerpunkte und Massnahmen definiert. Die Strategie 2025+ ist online unter www.frwzg.ch abrufbar.

 

Joachim Eder: «Mit der Strategie 2025+ haben wir den Anspruch, den Verein FRW Zug zu einem noch stärkeren Akteur im Bereich Integration zu machen und einen nachhaltigen Beitrag zu einem friedlichen und inklusiven Zusammenleben in Zug zu leisten. Mit unserer Vision stehen wir für ein lebendiges und modernes Zug, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft in Frieden, Respekt und Würde zusammenleben, und in der Zugehörigkeit und Wertschätzung für alle selbstverständlich sind.»

 

Weitere Informationen sind im unten angehängten Jahresbericht 2024 verfügbar. Dieser enthält auch ein Doppelinterview zwischen dem Zuger Landammann Andreas Hostettler und FRW-Präsident Joachim Eder.