Meine Arbeit mit Asylsuchenden

Bea-Hobi-Prodolliet

Ich heisse Bea Hobi-Prodolliet und wohne in Steinhausen. Ich bin seit 6 Jahren pensionierte Logopädin. Mein ganzes Leben habe ich schon der freiwilligen Arbeit gewidmet. Diese Arbeit hatte trotz Familie und Beruf immer Platz in meinem Leben. In der freiwilligen Arbeit, die oft ein Gewinn auf allen Seiten bedeutet, darf ich sinnvolle Aufgaben und Verantwortung übernehmen.

Seit bereits 4 Jahren arbeite ich als Freiwillige im Asylwesen. Meine erste Aufgabe war eine methodische Konzeptentwicklung für Analphabeten im Bereich Sprache. Diese passt zum laufenden und erfolgreichen Computerprogramm von „Rosettastone.“ Unterdessen gibt es gegen 20 Trainerinnen und Trainer, die die Geflüchteten nach dieser Methode unterrichten. Regelmässig treffen wir uns zum Austausch. Mein Angebot als Coach steht ebenfalls allen Trainerinnen und Trainern offen.

Ein anderer Bereich ist das Kennenlernen unserer schweizerischen Strukturen. Wie gehen wir hier mit Zeit, Pünktlichkeit, Grussformen und Sauberkeit um? Wie verhalten wir uns untereinander? Diese Basisinformationen unterbreite ich jede Woche den neu ankommenden Geflüchteten.

Ich erlebe die Stunden mit diesen Menschen als sehr wertvoll. Es wird viel gelernt, gefragt, geschrieben und gelacht. Die meisten Geflüchteten sind sehr motiviert – und ich sowieso.