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Geschichten und Gedichte

July 20, 2020

Gedicht von Saime
 

Ei, mein lieber Freund,

weisst du nicht,

dass die Krusten keine blutenden

Wunden sind.

Du erkennst mich in den Augen

von weisen Kindern,

deren Herz auf der Flucht ist

und deren Blicke

einsam sind.
 

Weisst du,

es gilt, wenn in dir

der Vulkan ausbricht,

still zu sein.

 

Ich komme von weit her,

meine Vergangenheit ist so nah,

dass ich danach greifen kann.

Gib mir deine Hand,

mein lieber Freund.

Frag mich nicht nach Sehnsucht,

die Sehnsucht in mir übersteigt

die Berge.

 

Die Hände, die uns entgegengestreckt werden,

denken,

dass es für uns eine Feier sei.

 

Mein lieber Freund,

Emigranten kennen keine Feier.​

 

 

Eine offene Tür
von Shpresa

 

 

Die Tür stand offen. Im Haus war es dunkel und ruhig, draussen schien die Sonne. Da kam ein Mann vom Nachbardorf am Haus vorbei. Er hatte die Türe schon oft bemerkt und sich darüber gewundert. Er hatte viele Fragen in seinem Kopf: «Warum ist die Tür geöffnet? Wohnt niemand mehr im Haus? Es ist sehr seltsam.»

 

Diesmal wollte er nicht daran vorbeigehen. Er war neugierig und ging ins Haus hinein. Er schaute sich das ganze Haus an und fand im oberen Stock eine alte Frau. Sie war ganz allein, und er sprach sie an.

Sie hatte keine Angst vor ihm, umgekehrt, sie war glücklich und sagte: «Ich danke Gott. Was für ein Geschenk hat er mir heute gemacht!»

Der Mann war überrascht. «Warum meinen Sie?»

«Weil die Tür immer offen ist, aber es kommt niemand. Heute bin ich überglücklich, weil Sie bei mir sind.»

Der Mann und die alte Frau sprachen noch lange miteinander. Und von da an hat der Mann die Frau immer wieder besucht.

 

 

Eine Kerze
von Anna Tursunoy

 

 

 

In unseren Ländern ist eine Kerze wie Strom. Wenn der Strom ausfällt, zünden wir eine Kerze an.

Einmal hatten wir keinen Strom und das ganze Haus war dunkel, weil wir keine Kerzen mehr hatten. Meine Kinder hatten Angst und weinten. Da sagte ich ihnen: «Ihr müsst keine Angst haben. Ich gehe zu meiner Schwägerin und hole eine Kerze.» Gott sei Dank, sie hatte Kerzen und hat mir eine gegeben. Da waren meine Kinder glücklich und ich erzählte ihnen eine schöne Geschichte.

Es war einmal eine Frau, sie hiess Viktoria. Sie hatte zwei Söhne, Anton und Sebastian. Ihr Mann war schon gestorben. Die ersten Jahre nach seinem Tod waren sehr traurig. Aber die Mutter versuchte immer, ihren Kindern schöne Momente zu schenken. Sie sagte: «Auch wenn er gestorben ist, euer Vater lebt immer mit uns. Wir müssen stark sein. Wenn wir gut und glücklich sind, wird auch euer Vater glücklich sein.» Viktoria wollte, dass ihre Kinder nicht traurige, sondern immer positive Gedanken in sich trugen.

Die Familie braucht eine Kerze. Der Vater war wie der Strom gewesen. Als er starb, fiel für die Familie der Strom aus. Die Mutter wurde zur Kerze für ihre Kinder. Und die Kinder wurden für sie ein ganz helles Licht.

 

 

​​​​​​​​Das Wasser glitzert
von Mizan

 

 

​Es ist Nacht, das Wasser glitzert im Vollmondlicht.

Kein Schiff und kein Fisch bewegt es.

Es ist ruhig und romantisch.

Wie schön wäre es, jetzt spazieren zu gehen.

 

Ich denke, in diesem Wasser ist kein Fisch.

Vielleicht aber wachen am Morgen in diesem Wasser sehr viele Fische auf,

und Vögel schwimmen darauf.

 

Am Tag wird wieder die Sonne scheinen

und das Wasser wird warm.

Dann werden die Menschen schwimmen gehen

und mit dem Schiff über den See fahren.

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